Zweierlei hatte man früh verstanden: erstens, wie wichtig eine hervorragende Lage für hervorragende Qualität ist. Und zweitens, dass Qualität im Weinberg wächst und nicht etwa im Keller gemacht wird. Dieses Wissen und das Ziel kompromissloser Qualität weckten den Wunsch, die Zahl großer Lagen zu mehren.
Hermann Weis, Sohn des Gründers Nicolaus Weis, erwarb in den 80er Jahren hervorragende Parzellen in der Spitzenlage Ockfener Bockstein an der Saar, 40 Kilometer von Leiwen entfernt! Mancher Moselwinzer war damals erstaunt: als Leiwener — eine Saarlage? Zu verstehen ist das leicht: Die Liebe zur Saar war durch die Heirat mit der Saarwinzertochter Ida entstanden.
Hermann Weis erwarb etwa zur gleichen Zeit im „Wiltinger Schlangengraben“ weitere Weinberge an der Saar. Er hat das Lagenspektrum des St. Urbans-Hofs sehr bereichert.
Nik Weis, der heute das Weingut führt, dehnte den Besitz bester Lagen aus: Ende der 90er Jahre erwarb er zusammen mit seinem Vater Parzellen im Piesporter Goldtröpfchen und 2001 im Schodener Saarfeilser Marienberg. Seine Frau Daniela brachte 2004 die Spitzenlage Mehringer Blattenberg mit in die Familie.
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