Wenn ein Franzose über einen Burgunderwein sagt, er habe einen „gôut bourguignon“, dann sieht er ein großes Bild: Duft und Geschmack dieses Weines lassen in ihm Bilder des Burgunds aufsteigen. Er sieht die burgundische Landschaft, die Hügel der Côte d’Or und die kleinen mittelalterlichen Ortschaften.
Zugleich riecht er den Duft der burgundischen Küche, den Duft des boeuf bourguignon, des Epoisse-Käses und der Escargots. Ein solcher Wein sagt mehr als nur: Himbeer- oder Heidelbeergeschmack. Er zeichnet ein Bild seiner Herkunft.
Nik Weis hat sich zum Ziel gesetzt, seine Weine ihren „gôut moselle“ zeigen zu lassen. Neben der Gärung mit „wilden“ Hefen und dem Verzicht auf Reinzuchthefen ist das Fuderfass wichtig für den Ausbau eines authentischen Moselweines.
Aber ganz dogmatisch legt man sich auf dem St. Urbans-Hof nicht fest: Auch „moderne“ Gebinde wie der Edelstahltank in Fudergröße können helfen, den einzigartigen Charakter des Moselweines hervortreten zu lassen. Seine unnachahmliche Frische verdankt sich vor allem der Kühlung, sie verlangsamt den Gärprozess.
Die Kühlung erhält die Traubenaromen und die sehr wohlschmeckenden Gäraromen: Diese bleiben größtenteils im Wein gebunden und verflüchtigen sich nicht mit dem Gärgas in die Luft. Auch ein Hauch gärungseigener Kohlensäure verbleibt im Wein — sie wirkt konservierend, lässt die jungen St.-Urbans-Hof-Weine im Glas perlen und sorgt für ihren frischen, spritzigen Geschmack.


